Mittwoch, 2. Dezember 2009

Der Orgelpianist...

...ist ein seltenes Tier, das offenbar in Köln sein Unwesen treibt. Nachzulesen auf der Seite Healthindex.de, unter "Kölner Sehenswürdigkeiten":
Für Orgelpianisten ist der Kölner Dom auch ein Muss, denn der Kölner Dom verfügt über zwei beeindruckende Orgeln, die beide von einem Spieltisch aus bedient werden. Die ältere der beiden Orgeln stammt aus dem Jahr 1948, beziehungsweise in diesem Jahr wurde sie eingeweiht. Sie wird als die Chororgel oder die Querhausorgel bezeichnet im Gegensatz zur Langhausorgel, zu der später noch etwas zu sagen ist.
Ich werde MEINEN ARTIKEL überarbeiten müssen...

Organisten mit pianistischen Fähigkeiten gibt es allerdings schon, sogar die Verbindung aus beidem, wie Luigi Borgato mit seinem "Double Borgato" bewiesen hat:

Dienstag, 1. Dezember 2009

Neuer Domorganist in Eisenstadt

Robert Kovacs ist der neue Domorganist und Referent für Kirchenmusik der Diözese Eisenstadt. Für die Diözese ist diese Besetzung ein Glücksfall, denn der 33-jährige Musiker ist ein international gefragter Konzertorganist.

Kovacs ist gebürtiger Ungar. Schon mit fünf Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht, mit zwölf Jahren begann er Orgel zu spielen. Das Instrument habe ihn sehr fasziniert - vor allem die tiefen und hohen Töne der Orgel und der Gesamtklang. In Wien studierte Robert Kovacs an der Universität für Musik und darstellende Kunst bei namhaften Lehrern wie Herbert Tachezi, Hans Haselböck und Peter Planyavsky. Sein Studium für Konzertorgel und Kirchenmusik schloss er mit Auszeichnung ab. [...]

2006 gewann Kovacs den Internationalen Orgel-Improvisationswettbewerb in Haarlem in den Niederlanden und im Vorjahr jenen in Schlägl in Oberösterreich.

Dieses Improvisationstalent kommt ihm auch bei seiner Aufgabe als Domorganist zugute: "Man beginnt die Messe schon mit einer Improvisation, man hört auch meistens mit einer Improvisation auf", so der Musiker. Auch sonst gebe es noch einige Stellen, an denen die Liturgie eine Improvisation erlaube.

Drei Jahre lang war Robert Kovacs Organist im Stift St. Florian in Oberösterreich und spielte auf der Bruckner-Orgel. Im Eisenstädter Dom steht ebenfalls ein historisch sehr wertvolles Instrument. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1778 und wurde von Leopold Malleck nach den Anweisungen von Joseph Haydn gebaut.
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Quelle: ORF.AT

Samstag, 28. November 2009

Mysterienandacht in Wien

Die Peterskirche in Wien lädt morgen um 19 Uhr zu einer Mysterienandacht ein, Leitfaden ist der Freudenreiche Rosenkranz. Es kommen die Mysteriensonaten I bis V zur Aufführung.

Dienstag, 24. November 2009

Die Wirkung des Gregorianischen Chorals

Eine Stunde der Andacht im Einklang mit der Musik haben über 120 Besucher in der Kirche St. Peter und Paul am Sonntagabend erleben dürfen. Die Gregorianik-Schola der Erzabtei Beuron und Pater Landelin Fuß OSB als Meister der Orgel-Improvisation entführten die Zuhörer in die kontemplative Welt der Mönche.

Der Gregorianische Choral, die älteste noch vorhandene und hervorragend überlieferte Musik des christlichen Abendlandes, bilden das Klangbild des Gotteswortes, wie es die Beuroner Mönche im Stundengebet und in der Messe täglich vortragen. Pater Dr. Stephan Petzolt OSB, der als „magister chori“ in Beuron die Leitung des Gesamtchores der Mönche inne hat, hatte sich zusammen mit den Patres Landelin und Tuttilo und Frater Felix zum Fuße des Heubergs aufgemacht, um den Dürbheimern einen Einblick in die Klangwelten der Gregorianik zu vermitteln. Passend zum Christkönig-Sonntag sang die vierköpfige Schola genau die Liturgie, die sie schon am Vormittag in der Abteikirche vorgetragen hatte.

Die vier Mönche trugen die Mess-Teile aus der heute selten gesungenen Messe 14 und weitere Gesänge mit Aussagen zum Königtum des Herrn in lateinischer Sprache vor. Besonders einprägsam war das „Cantate Domino Canticum -- Singet dem Herrn ein neues Lied“.

Es sollte zwar kein Konzert sein, sondern ein Chorgebet. Dennoch beeindruckte nicht nur der Inhalt der Gesänge, vorwiegend Texte aus Psalmen, sondern auch die Exaktheit des Singens. Diejenigen Zuhörer, die selber in einem Chor singen, wissen sehr wohl, wie schwierig es ist, einstimmig und ohne Begleitung möglichst rein und intonationssicher zu singen. Dass es dazu viel Training braucht, ist keine Frage.
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Quelle:
SZON.DE

Sonntag, 22. November 2009

Heilige Cäcilia, bitte für uns!

Cantantibus organis
Caecilia virgo in corde suo
soli domino decantabat dicens:
Fiat domine cor meum et corpus meum
immaculatum ut non confundar.

Samstag, 21. November 2009

Stoiber unter lauter Pfeifen...

Gemeint ist nicht die (frühere) bayerische Landesregierung. Vielmehr berichtete die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG unter dieser Überrschrift über die bevorstehende Weihe der neuen Regensburger Domorgel:
Regensburg ist reich gesegnet mit Altertümern, Industrie und Streithanseln. Es fehlt eigentlich nur eine gute Fußballmannschaft - und kurioserweise eine Orgel. Schon 700 Jahre steht der Dom, aber eine angemessene Orgel fand sich darin bislang nicht. Dabei gilt Regensburg sogar als "Hauptstadt der Kirchenmusik", das hat jedenfalls Franz Liszt behauptet. Doch jetzt ist diese Lücke im Dom endlich gefüllt worden. Der Organist Franz Josef Stoiber harrt zwischen den Pfeifen der neuen Domorgel bereits andächtig seines Einsatzes. Am Sonntag wird das Instrument geweiht, danach wird es den Raum zum ersten Mal beschallen. Ein Jahrhunderttraum wird wahr.
Eines muss man dem Bistum Regensburg lassen: ich habe schon viele Orgelweihen erlebt, aber noch nie habe ich so viele Superlative, maßlose Übertreibungen und umfassende Presseberichte in fast allen deutschen Zeitungen gelesen. Die Regensburger haben Grund, auf ihre neue Orgel Stolz zu sein. Ob der Klang und Praxistauglichkeit des Instruments dann den Superlativen entsprechen, bleibt abzuwarten.

Mittwoch, 18. November 2009

Kein Musikverbot im Verdener Dom

Das Verdener Landgericht hat im Streit um die Orgelmusik aus dem Dom der Stadt die Klage einer Nachbarin auf Unterlassung abgewiesen. Die Frau fühlt sich seit Jahren von der Kirchenmusik massiv gestört. Diese sei zu laut und deprimierend. Das Orgelspiel, vor allem Unterrichtsstunden, ziehe sie regelrecht runter, argumentierte die pensionierte Lehrerin. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass der Dom das Zentrum des religiösen Lebens sei - es gelte deshalb der Grundsatz der Religionsfreiheit. Zudem sei in der Kirche bereits musiziert worden, als die Frau das Grundstück kaufte. Die gesetzlichen Grenzwerte würden bei der Lautstärke nicht überschritten.
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Quelle: Norddeutscher Rundfunk

Ein Flügel von Audi

Ja, richtig gelesen. Audi hat für den legendären österreichischen Flügelhersteller Bösendorfer ein Instrument entworfen. So sieht es aus:
Die detaillierte Beschreibung des Instruments auf der HOMEPAGE DER FA. BÖSENDORFER. Sehr interessant auf jeden Fall. Insgesamt weiss ich aber noch nicht genau, ob es mir nun gefällt, oder nicht.

Dienstag, 17. November 2009

Konzert: Orthodoxe Musik

In der Peterskirche in Wien 1 findet morgen Abend um 19 Uhr ein interessantes Konzert unter dem Titel "Orthodoxe Musik zur Liturgie" mit Sologesang und Orgel statt. Der Eintritt ist frei!

Montag, 16. November 2009

Messe und Vortrag in Herzogenrath

Terminerinnerung:

In einer Woche findet in Herzogenrath nach einer Messe ein Vortrag zu Karl dem Großen statt. Eine interessante Veranstaltung, auf die ich im September schon hinwies. Näheres DORT.

Samstag, 14. November 2009

Die Orgel von Notre-Dame de Paris

Ein älterer Film von Eric Millot zeigt sehr schöne und interessante Aufnahmen aus und an der Kathedralorgel von Notre-Dame in Paris. Der Film enstand während der letzten großen Sanierung der Orgel:
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Malheureusement, il n'y a pas de traduction disponible...

Kirchenmusikalischer Masochismus

In den Weiten des Internets fielen mir gerade zwei interessante Dinge auf. Zum einen dieses Video:



Nacktes Grauen spricht für sich, und muss nicht weiter kommentiert werden. In einer Mailingliste stieß ich soeben auf Folgendes:
Eine Pfarrerin, mit der ich sowieso kein einfachen Verhältnis habe, hat mir ihre Wunschliste für den GoDi am Sonntag mitgeteilt (es ist ein "etwas anderer Gottesdienst" für Jugendliche usw):
"We are the Champions, The Winner takes it all, Baby Elefant walk, oder so ähnliches aus der U-Musik (Zum Beispiel auch die Einzugsmusik der Boxchampions)

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich folgende Musik eignet:

eher im Bereich der U-Musik
Jazz-Standards
Latin: Tango, Samba, Salsa

Nun habe ich ein riesen Problem, weil es erstens schon zu spät ist, ich zweitens nie diese Art Musik gespielt habe und drittens keine Noten habe.
Könnte mir bitte jemand mit Noten von den o.g. Liedern oder überhaupt etwas passendem helfen? Ein Tango hätte ich, aber sonst - sie will ja 4 bis 6 Stücke im Gottesdienst haben...

Vielen Dank und viele Grüsse,
...
Dazu passend kann ich nur eine der zahlreichen Antworten zitieren:
Es fiele mir im Traum nicht ein, so etwas im Gottesdienst zu spielen. Noch dazu, wenn das so kurzfristig kommt. Ich nehme ja mal an, die Pfarrerin hat schon länger an der Vorbereitung des GD gearbeitet. Wieso kommt sie dann 48 Stunden vorher mit solchen Extrawünschen?

Soll sie doch selber spielen - oder gleich eine CD einlegen. Empfiehlt sich auch für die Predigt. Da kann man dann sogar auf die Pfarrerin verzichten...

Ich staune immer wieder, was manche Leute bereitwillig über sich ergehen lassen, obwohl sie nur ehrenamtlich Orgel spielen. Mir wäre das den Ärger nicht wert.

Vielerorts sucht auch der Pfarrer der Nachbargemeinde einen Organisten...
Es gibt offenbar immer noch Gemeinden, bei denen die Qualen der Selbstfolter nicht die naheliegendste Reaktion auslösen: mit dem Mist einfach aufzuhören. Glaubt denn wirklich jemand, Organisten, die unvorbereitet, widerwillig und überfordert "Tango, Samba, Salza" zusammenstoppeln würden Jugendliche begeistern? Abgesehen davon, dass ich schwere Zweifel habe, dass man den gemeinen Feld-, Wald- und Wiesenjugendlichen mit Samba beeindrucken kann, auch, wenn er gut gespielt ist.

Prinzipiell vertrete ich die Meinung, dass jeder das Recht hat, sich so gut zu blamieren, wie er eben kann. Aber eine Seele ist so noch nicht gerettet worden. Im Normalfall wird es nicht einmal dazu reichen, dass nämliche Seele sich eingeladen fühlt, am nächsten Sonntag wiederzukommen.

Oft genug war schon die erste Begegnung mit so gut gemeinten "niederschwelligen" Angeboten auch der letzte Kontakt zur Kirche.

Neue Orgel in Duisburg

Eine von der sächsischen Firma Eule in Bautzen gebaute Konzertorgel erklingt seit Samstag auch in der Mercatorhalle in Duisburg. «Eine solche Orgel gab es bisher in Deutschland noch nicht», sagte der Technische Leiter des Unternehmens, Christoph Kumpe, zur Einweihung der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Das Instrument habe vier Manuale, 72 Register und rund 5000 Pfeifen. Das Besondere seien aber die vielen Möglichkeiten, verschiedene Register und Werke zu kombinieren, um Töne zu erzeugen. Die entsprechende Steuerelektronik wurde an der Hochschule Mittweida (Mittelsachsen) entwickelt.
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Quelle: dpa